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Wer ist Tatjana? Ihr fragt – ich antworte!

Bei meiner Arbeit als Coach erfahre ich viel über andere Menschen und ihre „Baustellen“ – auch bei mir fing alles mit einer allerersten Coachingstunde an. Erst das brachte mir die Erleuchtung, was ich beruflich eigentlich machen möchte.

Als Coach gibt man selbst nicht so viel Preis über sich, schließlich stehe nicht ich dabei im Vordergrund. Um mich und meine Arbeit etwas näher kennen zu lernen, habe ich euch auf Insta & Co. ermutigt mir Fragen zu stellen: WER IST TATJANA?

Und so stehe ich euch jetzt Rede und Antwort. Eure Fragen waren spannend für mich, eine kleine Reise zurück zu meinen Anfängen als Coach. Danke für diese Reise! Und jetzt viel Spaß mit meinen Antworten. Und sicherlich habe ich an der ein oder anderen Stelle gleich noch einen Coaching-Ratschlag, den ich mit euch teile.

Hast du eigene Coaching-Erfahrungen?

Ja. Auch ich habe an einem Punkt in meinem Leben plötzlich nicht mehr gewusst, was ich kann, was ich will, wo meine Talente liegen. Alles habe ich angezweifelt. Und ich hatte das zermürbende Gefühl, gescheitert zu sein. Das war kurz nachdem ich für einen Job nach München gezogen bin. Noch in der Probezeit wurde mir klar: das passt nicht. Nach nur zwei Coaching-Sessions konnte ich wieder klarer sehen.
Die gleichermaßen erschreckende wie erhellende Frage des Coaches war:
WAS HAT DICH IN ALL DEINEN BISHERIGEN JOBS WIRKLICH GLÜCKLICH GEMACHT?

Ich hatte darauf zunächst keine Antwort, absolut keine. Und genau das führte mir vor Augen, wie sehr ich in all den Jahren zwar an einer „Karriere“ gearbeitet habe, nur leider komplett an mir vorbei. Ich steckte in Jobs, die mich nicht erfüllt haben, nicht erfüllen konnten. Wie auch? Denn ich hatte in all der Zeit MICH nicht beachtet, meine Wünsche, Träume und Fähigkeiten ignoriert. Dann aber fielen mir wirklich glückliche Momente ein: die Zusammenarbeit mit Azubis und die Einsätze auf der Buchmesse. Ich arbeitete damals im Digital-Vertrieb verschiedener Verlage, hatte aber auch eine Ausbildereignung und war für eine ganze Reihe von Berufseinsteigern verantwortlich. Plötzlich wurde mir klar: es ist die Arbeit mit Menschen, die mir Freude bereitet. Genau darauf habe ich mich fokussiert und meinen Weg als Coach eingeschlagen. Und für diese Erkenntnis bin ich unendlich dankbar.  

Gab es einen AHA-Moment während deiner Ausbildung zum Coach?

Einen? Es gab unzählige AHA-Momente. Selbsterkenntnis ist ja bekanntermaßen der erste Weg zur Besserung. Ich war beispielsweise völlig geflasht von dem Begriff der Selbstwirksamkeit. Das Prinzip ermächtigt mich. ICH gestalte mein Leben, nicht jemand anderes oder die berühmten Umstände. ICH bin selbst wirksam, das bedeutet für mich wahre Unabhängigkeit. Selbstwirksamkeit geht ja Hand in Hand mit der Eigenverantwortung.

Auch das Verständnis von the power of now hat mich regelrecht umgehauen. Jetzt, nur jetzt kann ich handeln. Nicht gestern, nicht morgen. Das in seiner Tiefe zu erfassen hat alles in mir verändert. Plötzlich habe ich verstanden, wie sinnlos das Festhalten an alten Ideen, Verhaltensmustern, Denkweisen oder auch Vorwürfen ist. 


Und diese AHA-Momente möchte ich gern weitergeben. So entstand die Idee vom Instant-Coaching in Stickerform. Das sind toll designte Impulsgeber als Aufkleber, die ich gemeinsam mit meiner wunderbaren Grafikerin designt habe. Sie sind die Summe meiner kleinen und großen Lektionen. Und vereinen all meine Überzeugungen, die ich während meiner Zeit als Coach erlang habe. 

Mit welchen Problemen wirst du am häufigsten konfrontiert?


Die Leute wollen im Allgemeinen glücklich und reich sein, vielleicht noch gesund und frei. Eine vage Idee von Unabhängigkeit. Doch ihnen fehlt die Wegbeschreibung dorthin: der Sinn. Der Sinn ist der Schlüssel zum Glück. Und hinter ganz vielen Problemen die mir bei meiner Arbeit als Coach begegnen, steckt: keinen Sinn im Leben zu spüren. 

Vordergründig ist es dann die Unzufriedenheit im Job, ob und wenn ja wohin wechseln. Ganz häufig auch das Gefühl im Leben zu stagnieren, unter den eigenen Möglichkeiten zu bleiben. Oder das Gefühl der Überforderung. Schwierigkeiten in der Entscheidungsfindung, die lähmende Angst, das Leben zu „verpfuschen“. Oder gelebt zu werden, anstatt zu leben. Aber all diese Probleme haben eine Ursache. Und der gehe ich auf den Grund. Denn das Problem ist nicht das Problem. 

Hast du einen Lieblingsspruch? 

Einen? Viele, und einige davon gibt es in Form meiner Aufkleber. Ich habe sie anfangs an Freunde verschenkt, aber auch an meine Coachees. Inzwischen biete ich sie ja gratis auf meiner Website an und dort erfreuen sich einiger Beliebtheit. Das sind kleine Erinnermichs und Motivationshelfer. Coaching-to-go sozusagen. Außerdem liebe ich auch: where focus goes, energy flows. Und: What you feel is what you get!

Gibt es sowas wie einen Universal-Ratschlag? 

 „Jeder Psychiater, jeder Karriereberater und jede Disney-Prinzessin kennt die Antwort: Sei du selbst. Folge deinem Herzen.“ Das stammt aus meinem Lieblingslieblingslieblingsbuch: Der Distelfink. 

Gibt es bei deiner Coachingarbeit Dinge, die dich überraschen?

Was mich immer mal wieder überrascht ist, wie perfekt manche Menschen oder Leben getarnt sind. Wie perfekt die Fassaden sind – und wie sehr es dahinter bröckelt.

Was erdet dich und lässt dich durchatmen? 

Gehen. Die Natur. Das Meer ganz besonders. Yoga. Meditation. 

Was tust du in Stress-Situationen?

Depends on… Ich versuche Ruhe zu bewahren und in Lösungen zu denken. Auf jeden Fall MACHE ich etwas. Hinsetzen und nichts tun fällt mir schwer. Stress verlangt nach Abbau. Zeugs Wegarbeiten beruhigt mich, weil ich den Fortschritt sehe. Manchmal flippe ich aber auch aus. Dann schreie ich kurz, aber laut. Ich bin berüchtigt für mein: FUCK.

Welchen eigenen Rat müsstest du selbst noch mehr beherzigen?

Pausen machen, unbedingt.

Wie wurdest du Coach, gab es eine Initialzündung? 

Das war kein Spaziergang! Ich habe Zeit gebraucht um innezuhalten – doch wer innehält erhält inneren Halt. Das war eine ganz wichtige Erkenntnis und Erfahrung. Ich hatte innerhalb von 10 Tagen erst meinen Job aufgegeben und dann hat mich mein Partner verlassen. Ich war neu in der Stadt, kannte niemanden. Da wurde mein Leben von jetzt auf gleich komplett auf den Kopf gestellt. Das war im Januar 2018. 
Ich habe daraufhin ganz bewusst eine Auszeit genommen, um zu mir zu finden. Überhaupt zu spüren, wer ich zu dem Zeitpunkt war, wie ich dazu geworden bin. Und noch wichtiger: wer ich sein will. Das hat Zeit gebraucht. Ich habe losgelassen und mich von meiner Intuition leiten lassen. Dann fügten sich die Ereignisse und ich habe eine Ausbildung zum systemischen Coach und NLP-Master begonnen. Nun, hier bin ich – Coach aus Erfahrung und Leidenschaft.

Und das ist wirklich meine Passion. Denn ich erlebe, wie so viele Menschen dieselben oder ähnliche Fehler machen, ohne es zu merken. Plötzlich sind sie 40 Jahre alt und fragen sich: wie bin ich in dieses Leben geraten, das sich nicht wie meines anfühlt? Wie konnte es dazu kommen, dass ich so weit weg von meinem authentischen Ich lebe? Ohne mich lebendig zu fühlen, ohne eine Idee, was mein authentisches Ich überhaupt ist.

Ich bin genau diesen Weg gegangen. Deshalb kann ich Menschen helfen, sich selbst zu entdecken, zu sich zu stehen, für sich loszugehen, Eigenverantwortung zu übernehmen, zu vergeben, dankbar zu sein, sich von limitierenden Gedanken und destruktivem Verhalten zu befreien, eigene Ziele zu definieren und endlich glücklich zu sein. Und wenn ich sehe, wie das Leuchten in die Augen meiner Coachees zurückkehrt, der Mut, die Freude – das ist wirklich unbezahlbar! 

Und letztlich wird ein jeder mit seinen Erfahrungen und seinen Handlungen immer resilienter. Ich bin davon überzeugt, dass Resilienz auf einer starken Persönlichkeit beruht. Deshalb auch mein Claim: where stronger personality begins.

Wie läuft so ein Coaching eigentlich ab?

Jedes Coaching ist so einzigartig, wie der Mensch, der vor mir sitzt. Mir fällt es leicht mich auf Menschen einzustellen. Ich bin emphatisch und habe echtes Interesse an den Menschen. Und eine Gabe. Coaching ist mein IKIGAI, das, wofür es sich zu leben lohnt.

Wie genau die Zusammenarbeit aussieht, ist unterschiedlich. Zuerst gibt es ein Kennenlernen und dann vereinbaren wir feste Termine. Wir arbeiten live oder auch online. Ganz häufig kommen meine Coachees ja mit einem beruflichen Problem zu mir. Schnell wird aber klar: das Problem liegt ganz woanders. Deshalb liegt mir die Persönlichkeitsentwicklung so sehr am Herzen. Und deshalb bin ich so verliebt ins Systemische Coachen – Veränderung an einem System wirken sich immer auf die anderen beteiligten Systeme aus. Mega!

Je nachdem was wir bearbeiten, braucht es Zeit. Zeit zum Erzählen und Zuhören, Zeit für Umsetzungsaufgaben und Reflektion sowie Zeit für mich, denn schließlich bereite ich mich auf jede einzelne Coachingsession vor und diese im Nachgang natürlich auch auf. 

Veränderung ist ein Prozess. Verhalten, dass über Jahrzehnte in Fleisch und Blut übergegangen ist lässt sich nicht in sechs Stunden Coaching auflösen. Oft buchen meine Klienten 12 Stunden. Klingt erstmal viel, ist für ein Coaching, das tiefliegende Probleme und Glaubenssätze angeht aber fast schon eine Herausforderung. 

Persönlichkeitsentwicklung oder Business Coaching – wo ist der Unterschied?

Die Menschen kommen mit einem „Symptom“ zu mir, etwa ihre Unzufriedenheit im Job, das erlebe ich sehr häufig! Da könnte ich ein klassisches Businesscoaching durchführen, daran glaube ich aber nicht. Denn Tipps und Tricks für kritische berufliche Situation sind weder ein Patentrezept noch die Lösung, wenn hinter all den vordergründigen Schwierigkeiten Persönlichkeitsanteile stecken, die den Menschen immer und immer wieder in dieselbe Situation bringen. 

Deshalb arbeite ich die Ursache der Unzufriedenheit heraus. Und das sind fast immer Persönlichkeitsanteile – ein Konstrukt aus unbewussten Gedanken- und Verhaltensmustern und die wirken limitierend auf den Menschen. 

Mein Weg geht also immer über die Persönlichkeitsentwicklung. Diese Herangehensweise versuche ich in meinem Claim: where stronger personality begins. zu verdeutlichen. Und wo beginnt sie, diese stärkere Persönlichkeit? Doch nicht im Außen durch das Überstülpen irgendwelcher Ratschläge, sondern im Inneren einer Persönlichkeit.

Eines meiner vielzitierten Statements ist: Transformation in the inside creates change in the outside. Eigentlich logisch, oder?

Keep calm & stay bold!
Deine Tatjana

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