
WARUM EMOTIONALE SELBSTKONTROLLE HEUTE WICHTIGER IST DENN JE
Wut im Meeting. Angst vor der Zukunft. Traurigkeit nach einer Zurückweisung.
Emotionen sind menschlich – doch sie entscheiden oft stärker über unser Leben, als wir möchten. Wer seine Gefühle nicht regulieren kann, läuft Gefahr, fremdbestimmt zu handeln: impulsiv, überreizt oder blockiert.
Genau hier setzt emotionale Selbstkontrolle an. Sie ist keine Unterdrückung von Gefühlen, sondern die Fähigkeit, bewusst und konstruktiv mit Emotionen umzugehen.
Oder, wie der Psychiater und KZ-Überlebende Viktor Frankl es formulierte:
„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.
In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion.“
Dieser Satz bringt die Essenz der Selbstregulierung auf den Punkt: Gefühle spüren, ohne sich von ihnen beherrschen zu lassen und die Reaktion bewusst abwägen.
WAS BEDEUTET EMOTIONALE SELBSTKONTROLLE?
Emotionale Selbstkontrolle – auch Selbstregulierung genannt – ist die Fähigkeit, innere Impulse wahrzunehmen, zu steuern und sich bewusst für die bestmögliche Option zu entscheiden.
Es geht nicht darum, Wut, Angst oder Traurigkeit zu unterdrücken. Vielmehr lernst du innezuhalten und deine Reaktion zu wählen.
Ein Beispiel:
- Jemand kritisiert dich harsch. Ohne Selbstkontrolle: impulsive Abwehr, Streit, Rückzug.
- Mit Selbstkontrolle: Atmen. Wahrnehmen. Entscheiden, ob du gelassen bleibst, nachfragst oder die Kritik später reflektierst.
Das ist gelebte Souveränität.
WARUM ES SCHWER FÄLLT EMOTIONEN ZU KONTROLLIEREN
Viele Menschen glauben, sie sind ihre Gefühle. Diese Identifikation mit Emotionen klingt beispielsweise so: „Ich bin wütend“ statt „Ich spüre Wut“.
Doch Emotionen sind Signale – keine Identität. Sie zeigen Bedürfnisse, Grenzen oder ungelöste Themen.
Fehlende Selbstkontrolle entsteht oft aus:
- frühen Prägungen: Wenn Gefühle in der Kindheit abgewertet oder ignoriert wurden.
- Stress: Dauerbelastung senkt die Toleranzschwelle.
- fehlender Achtsamkeit: Wer Gefühle nicht erkennt, reagiert automatisch.
Die gute Nachricht: Selbstregulierung ist trainierbar – wie ein Muskel.
VIER STRATEGIEN FÜR BESSERE EMOTIONALE SELBSTKONTROLLE
1. Gefühle erkennen – statt dich darin zu verlieren
Nur was du bewusst wahrnimmst, kannst du regulieren. Frage dich: Was fühle ich gerade wirklich? Hinter Wut steckt oft eine Art Grenzverletzung, hinter Angst ein Bedürfnis nach Sicherheit.
2. Perspektive wechseln
Die Psychologie nennt es „kognitive Neubewertung“. Beispiel: Dein:e Freund:in meldet sich nicht zurück. Denkst du: „Ich werde schon wieder ignoriert“, entstehen Wut und Angst. Denkst du: „Vielleicht ist er/sie gerade überlastet“, entstehen Verständnis und Gelassenheit.
3. Achtsamkeit üben
Momente bewusst erleben – atmen, spüren, akzeptieren – reduziert emotionale Reaktivität. Schon 5 Minuten tägliches Atemtraining machen einen Unterschied –psychisch wie physisch.
4. Positive Emotionen kultivieren
Freude, Dankbarkeit, Humor – sie wirken wie ein Schutzschild. Je mehr positive Emotionen du in deinen Alltag einlädst, desto resilienter reagierst du in Krisen.
Siehe auch: Resilienz – deine mentale Widerstandskraft.
VIKTOR FRANKLS RAUM ZWISCHEN REIZ UND REAKTION
Frankls berühmtes Zitat ist mehr als eine Lebensweisheit – es ist eine psychologische Anleitung.
Selbst in den extremsten Umständen des Konzentrationslagers entdeckte er, dass Menschen wählen können: Opfer der Umstände zu bleiben oder innerlich frei zu sein.
Diese Freiheit zur Wahl ist der Kern emotionaler Selbstkontrolle.
Sie bedeutet: Auch wenn du den Reiz nicht ändern kannst, hast du immer die Wahl über deine Reaktion.
Keep calm & stay bold!
Deine Tatjana
PS: Ich habe ein Geschenk für dich!
Instant-Coaching zum inspirieren, erinnern, nachdenken, irgendwo hin kleben, überall dabei haben und gut finden. 5×6 Aufkleber – solange der Vorrat reicht.
Jetzt bestellen!